VILLA BRAILA

Es war einmal ein Häuschen,
so traulich,lieb und klein,
es lag auf luftger Höfe
in einem Olivenhain.
Hier gab es einstmal Leben,
viel Lust und tolle Freud,
auch Herzeleid daneben,
sole's gang und gäb's bis heut.
Die Alten gingen zur Ruhe,
die Jungen Wachsen nach,
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| (von Franz Matsch) |
in Glück und ungemach.
Doch endlich wurd'es einsam,
nah weder Herr noch Gast,
die Läden blieben verschlossen,
die Treppen wurden begrast!
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Eine Königin kam,wie im Märchen,
eines Tags und blieb hier zur Rast.
Voll Erbarmen liess sie es reissen
und baut' einen Feenpalast.

Da schlich eines Abends in's Atrium
eine alte Katze herein,
sie blickte um sich ganz verwundert,
miaute traurig,ging aus und ein.
Dann lief sie,wie gepeitscht von Winden,
und schaute gar nicht mehr Zurück;
hier war ja nun nichts mehr zu finden,
von ihrem Alten Lebensglück
Oh Ihr! Die Ihr nimmermehr findet
Ein lieb’Heim nach so manchem jahr,
Ihr fühlt es wie es der Katze
zu Muth sterbenstraurig da war!
Käme aber nach hundert Jahren
den Palast erfänd ihn vielleicht noch,
die Fee,die wäre icht mehr!
ich stürbe noch einmal vor Schmerz
ich hätte da wohl mehr verloren
als vie ein altes Katzenherz!
Am 30. März 1892
Die Liebe.
Die Dichter singen von Liebe,
sie ist ihnen Leben und Licht!
man sagt das ganze Weltall
sei nur ein Liebesgedicht!
Ich kenne einen Diechter,
von Liebe spricht er nie!
Kennt er die Liebe gar nicht?
Glaubt er nur nicht an sie?
Am 27. März 1892
(Kaiserin Elisabeth von Österreich) - Text wurde unverändert abgeschrieben.


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