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| Kaisers Thron |
Sehr nahe dem Bergort Pelekas hatte Wilhelm II seinen
Lieblingsplatz auf Corfu. Es war ein Feldsporn in 270 m Höhe mit einem wahrlich
kaiserlichen Panoramablick auf Corfu-Stadt. Das blaue Meer und die von
Zypressen durchsetzten Olivenwälder tauchten mich in ein harmonisches
Farbenspiel.
Im Gegensatz dazu stand Glifades mit dem Golden Beach. In
Gold sind maximal die Einkünfte der Hoteliers, die so nah ans Wasser bauten,
dass mit drei Reihen rosa Sonnenliegen kaum mehr Sand zu sehen sind.
Die Straße führte weiter nach Paleokastritsa. Eine paradiesische
Inszenierung der Natur zeigte eine große Bucht, deren Ufer wiederum durch sechs
kleine Buchten geformt wird. Hier soll Odysseus die Prinzessin Neusikaa
getroffen haben. Nahe der Küste ragt ein Felsen aus dem Meer, der Kolovri
genannt und der das versteinerte Schiff von Odysseus sei soll. Ich liebe die
Geschichten der Griechen, die nie enden wollen und auch an Phantasie nicht
sparen.
Sehenswert war auch das Kloster Moni Panagia Theotokou – „der Gottesgebärerin“.
Die weiß gekalkte Mauer umschließt einen Garten mit Weinpergola, die Kirche mit
ihrem ockergelben Glockenturm und einer still gelegten Ölmühle, die heute
teilweise als Museum eingerichtet ist.
Einige Serpentinen nach Krini liegt wie eine Fata Morgana
hoch auf einem Felsen das nie eroberte Angelokastro. Die Burg wurde im 13. Jhdt
errichtet und bis ins 18. Jhdt genutzt. Die Errichtung der uneinnehmbaren
Festung in dieser steilen Lage wurde Engeln zugeschrieben.Dunkle Wolken und die Befürchtung eines Regens zwangen zur Heimfahrt.




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