Montag, 8. September 2014

Corfu / Nordwesten: Kaisers Thron, Moni Panagia Theotokou, Angelokastro

Schwimmen im Pool anschließend ein grauslicher Kaffee gefolgt von einem gewaltigen Regenguss mit einem Blitz und einer grollenden Antwort.

Kaisers Thron
Die Sonne hatte die Wolken zerteilt und vergoldete Alles mit ihrem Schein. Der Boden trocknete rasch und das Moped konnte gestartet werden für einen kleinen Ausflug nördlich von Mirtiotissa.
Sehr nahe dem Bergort Pelekas hatte Wilhelm II seinen Lieblingsplatz auf Corfu. Es war ein Feldsporn in 270 m Höhe mit einem wahrlich kaiserlichen Panoramablick auf Corfu-Stadt. Das blaue Meer und die von Zypressen durchsetzten Olivenwälder tauchten mich in ein harmonisches Farbenspiel.

Im Gegensatz dazu stand Glifades mit dem Golden Beach. In Gold sind maximal die Einkünfte der Hoteliers, die so nah ans Wasser bauten, dass mit drei Reihen rosa Sonnenliegen kaum mehr Sand zu sehen sind.

Die Straße führte weiter nach Paleokastritsa. Eine paradiesische Inszenierung der Natur zeigte eine große Bucht, deren Ufer wiederum durch sechs kleine Buchten geformt wird. Hier soll Odysseus die Prinzessin Neusikaa getroffen haben. Nahe der Küste ragt ein Felsen aus dem Meer, der Kolovri genannt und der das versteinerte Schiff von Odysseus sei soll. Ich liebe die Geschichten der Griechen, die nie enden wollen und auch an Phantasie nicht sparen.

Kloster
Sehenswert war auch das Kloster Moni Panagia Theotokou – „der Gottesgebärerin“. Die weiß gekalkte Mauer umschließt einen Garten mit Weinpergola, die Kirche mit ihrem ockergelben Glockenturm und einer still gelegten Ölmühle, die heute teilweise als Museum eingerichtet ist.
Festung

Einige Serpentinen nach Krini liegt wie eine Fata Morgana hoch auf einem Felsen das nie eroberte Angelokastro. Die Burg wurde im 13. Jhdt errichtet und bis ins 18. Jhdt genutzt. Die Errichtung der uneinnehmbaren Festung in dieser steilen Lage wurde Engeln zugeschrieben.

Dunkle Wolken und die Befürchtung eines Regens zwangen zur Heimfahrt.

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