Ich sehnte mich nach einem Ausflug nach Kerkyra um tolle
Fotos im Sonnenschein zu knipsen.
Das Moped musste nun ein weiteres Mal verlängert werden und
der Abflugtag ist der Abgabetag.
Meine tiefste Bewunderung, die ich an dieser Stelle
unbedingt zum Ausdruck bringen muss, hat mein Lebenspartner, der zugleich der
Lenker des Mopeds ist. Er fährt in die Stadt, es gibt viel Verkehr, er hat
keinen Stadtplan, kein Navi nur die die Sonne und die richtige Himmelsrichtung.
Ich gratuliere. Als wir in die Stadt einfuhren war mein erster Gedanke: „Um
Gottes Willen, ich kenn’ mich nicht aus. Wo müssen wir hin? Wen können wir
fragen?“
Ein paar Gasserln und ein paar Kurven später sind wie am ersten Ziel
angelangt: den Vormittagsmarkt. Obst und Gemüse haben hier noch ihr wilde Wachstumsform
erhalten. Es ist nichts geradegebogen oder längsgezogen. Die Melanzani sind
hier weiß und kugelrund oder grün oder violett und länglich, manche sogar sehr
klein. Zucchini klein und fein mit Blüten. Es gab auch noch wunderbare
Granatäpfel, Quitten, Feigen, ... alles zum Anbeißen. Und der Fisch … der Fisch
war so frisch, dass er fast in die Einkaufstaschen gesprungen ist. Ich war
begeistert.

Neben dem Markt war auch der Eingang zur neuen Festung 1567-1580 (kein Eintritt). Ich sage mal: „Viel dicke Mauern und netter Ausblick.
Dann ging es wieder mit dem Moped auf dem geraden Wege zur alten Festung 8 Jhdt. Ich wäre sicher nicht einmal zu Fuß dort angekommen.
Der Zugang zur alten Festung kostete 4,-- Euro. Ich sagte
dann ein weiteres Mal: „Viele dicke Mauern und ein netter View.“ Das ist gemein. Während der
britischen Herrschaft wurde 1830 eine anglikanische Kirche errichtet in Form
eines dorischen Tempels (heute orthodox). Ein, für die vielen protzigen Mauern,
sehr schönes Bauwerk innen und außen.
Warum zwei Festungen, weiß ich nicht. Es wurde an beiden
Festungen ständig herumgedoktert, von den Byzantinern, Venezianern und den
Briten. Es gibt mehr Geschichten und Berichte über die alte, als über die neue
Festung.
Nördlich der Stadt gibt es eine weitere Festung in Kasiopi, das
über 1.000 m lange bröckelnde Kastell erinnert, dass hier 1267-1386 die
Neapolitaner herrschten. (Heute nicht besichtigt, aber erwähnenswert.)
Ein Greek Salat und ab nach Mirtiotissa zum Baden und
Sonnenuntergang schauen. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende.
Nachtrag: Es gibt einen Likör aus kleinen Zitronen gemacht, das ist hier eine Spezialität. Ich werde sie hier auf der Insel lassen, für die anderen Touristen.








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