Montag, 15. September 2014

Corfu / Osten: Kerkyra die Hauptstadt

Heute blauer Himmel ohne Ende und Sonne. Die Temperatur stieg zu Mittag sogar auf 38°C.
Ich sehnte mich nach einem Ausflug nach Kerkyra um tolle Fotos im Sonnenschein zu knipsen.

Das Moped musste nun ein weiteres Mal verlängert werden und der Abflugtag ist der Abgabetag.

Meine tiefste Bewunderung, die ich an dieser Stelle unbedingt zum Ausdruck bringen muss, hat mein Lebenspartner, der zugleich der Lenker des Mopeds ist. Er fährt in die Stadt, es gibt viel Verkehr, er hat keinen Stadtplan, kein Navi nur die die Sonne und die richtige Himmelsrichtung. Ich gratuliere. Als wir in die Stadt einfuhren war mein erster Gedanke: „Um Gottes Willen, ich kenn’ mich nicht aus. Wo müssen wir hin? Wen können wir fragen?“ 

Ein paar Gasserln und ein paar Kurven später sind wie am ersten Ziel angelangt: den Vormittagsmarkt. Obst und Gemüse haben hier noch ihr wilde Wachstumsform erhalten. Es ist nichts geradegebogen oder längsgezogen. Die Melanzani sind hier weiß und kugelrund oder grün oder violett und länglich, manche sogar sehr klein. Zucchini klein und fein mit Blüten. Es gab auch noch wunderbare Granatäpfel, Quitten, Feigen, ... alles zum Anbeißen. Und der Fisch … der Fisch war so frisch, dass er fast in die Einkaufstaschen gesprungen ist. Ich war begeistert.



 

Neben dem Markt war auch der Eingang zur neuen Festung 1567-1580 (kein Eintritt). Ich sage mal: „Viel dicke Mauern und netter Ausblick.


Dann ging es wieder mit dem Moped auf dem geraden Wege zur alten Festung 8 Jhdt. Ich wäre sicher nicht einmal zu Fuß dort angekommen.

Der Zugang zur alten Festung kostete 4,-- Euro. Ich sagte dann ein weiteres Mal: „Viele dicke Mauern und ein  netter View.“ Das ist gemein. Während der britischen Herrschaft wurde 1830 eine anglikanische Kirche errichtet in Form eines dorischen Tempels (heute orthodox). Ein, für die vielen protzigen Mauern, sehr schönes Bauwerk innen und außen.


 

Warum zwei Festungen, weiß ich nicht. Es wurde an beiden Festungen ständig herumgedoktert, von den Byzantinern, Venezianern und den Briten. Es gibt mehr Geschichten und Berichte über die alte, als über die neue Festung.

Nördlich der Stadt gibt es eine weitere Festung in Kasiopi, das über 1.000 m lange bröckelnde Kastell erinnert, dass hier 1267-1386 die Neapolitaner herrschten. (Heute nicht besichtigt, aber erwähnenswert.)

Ein Greek Salat und ab nach Mirtiotissa zum Baden und Sonnenuntergang schauen. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende.

Nachtrag: Es gibt einen Likör aus kleinen Zitronen gemacht, das ist hier eine Spezialität. Ich werde sie hier auf der Insel lassen, für die anderen Touristen.

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